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Sheikh Nazim al-Haqqani

Maulana Scheich as-Sayyid Muhammad Nazim Adil al-Qubrusi al-Haqqani (bürgerlich Mehmet Nâzım Adil, * 21. April 1922 (26. Scha'ban 1340) in Larnaka, Zypern) ist ein islamischer Sufi-Lehrer der Naqschbandi-Tradition, der auf Zypern lebt. International ist er vor allem unter dem Namen Scheich Nazim bekannt. Im Türkischen lautet sein Vollname Muhammed Nazım El-Hakkani.

Scheich Nazim begann 1940 nach dem Sekundarschulabschluss ein Studium der Chemie in Istanbul. Er interessierte sich jedoch mehr für religiöse Fragen und bekam recht bald Kontakt zum Naqschbandi-Orden. Hier erlernte er die arabische Sprache und wurde im islamischen Recht unterwiesen. Er machte sich dann aber auf die Suche nach einem spirituellen Führer, einem Scheich, und fand ihn 1945 in Damaskus: Abdullah ad-Dagistani, Großscheich und der 39. Scheich in der Kette (Silsila) des Naqshbandi-Ordens.

Nach seiner Initiation in den Orden, kehrte Scheich Nazim nach Zypern zurück, wo er seine eigene Lehrtätigkeit aufnahm. Er bekam Schwierigkeiten mit den Behörden, da er unter anderem dazu aufrief, den Gebetsruf in arabischer Sprache zu verrichten, was damals sowohl in der Türkei, wie auch auf Zypern verboten war.

1955 heiratete er in Damaskus Amina Adil, eine aus Tatarstan stammende Schülerin seines Scheichs. Er hielt sich in den Folgejahren in erster Linie in Syrien und im Libanon auf.

Nach dem Tode seines Meisters Anfang der siebziger Jahre wurde Scheich Nazim 40. Großscheich des Naqschbandi-Haqqani Ordens.

1974 gründete er ein Zentrum in London. Im Laufe seiner Reisen in viele Länder Europas, Asiens und Nordamerikas schlossen sich ihm mehr und mehr Schüler an. Er hielt sich aber immer wieder auch längere Zeit in Syrien und Libanon auf. Seit 1980 lebt er wieder einen großen Teil des Jahres in Zypern. Der Hauptsitz seines Ordens ist in Lefke in der Türkischen Republik Nordzypern.

Quelle: Wikipedia

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