Verlag: Beck Verlag
ISBN-13: 978-3-40-643309-2
Seiten: 127
Erscheinungsjahr: 2007
Größe: 11.8 cm x 18.3 cm
Gewicht: 135 g
Einband: Broschiert
Hartmut Bobzins Einführung bringt den Koran, die heilige Schrift der Muslime, auch für Nicht-Muslime zum Sprechen. Der Autor erläutert die Entwicklung, den Aufbau sowie die sprachliche und literarische Form des Korans und behandelt seine theologischen Grundlehren sowie seine Funktion als Gesetzbuch. Schließlich widmet er sich der Frage der Übersetzbarkeit dieses nicht leicht zu erschließenden Buches - unabhängig davon, ob der Leser ein Muslim ist oder nicht.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Hinweise zur Aussprache arabischer Laute
1. Das mißverstandene Buch: Der Koran im Abendland
2. Was heißt eigentlich "Koran"? Einige Grundbegriffe
3. Mohammed und seine Sendung: Der Beginn des Korans
4. Hauptthemen der frühen koranischen Botschaft
5. Die Entwicklung der koranischen Verkündigung
6. Theologische Grundlehren des Korans
7. "Rechtleitung für die Menschen" - Der Koran als Gesetzbuch
8. Die sprachliche und literarische Form des Korans
9. Sammlung, Redaktion und Textgeschichte des Korans
10. Korankommentare und muslimische Koranphilologie
11. Koranübersetzungen und das Problem der "Übersetzbarkeit" des Korans
Mekkanische und medinensische Suren
Verzeichnis der benutzten Koranübersetzungen
Weiterführende Literatur
Personen- und Sachregister
Verzeichnis der übersetzten Koranstellen
«Fakten, Fakten, Fakten», hiess es einst aus dem Mund des Fokus-Chefredakteurs in den Redaktionssitzungen des Nachrichtenmagazins fürs Werbefernsehen. Fakten, Fakten, Fakten scheint auch die Devise der Taschenbuchreihe «Wissen» im C.-H.-Beck-Verlag zu sein, jedenfalls nach der nun erschienenen «Einführung» in den Koran zu urteilen. In elf Kapiteln auf knapp 130 Seiten wird dort alles referiert, was wir immer schon über das heilige Buch der Muslime wissen wollten. Wir erfahren, welche biblischen Propheten auch im Koran auftauchen, was der Koran tatsächlich zur Verschleierung sagt (oder eben nicht), wie es Mohammed mit den Engeln hielt usw. Dies alles geschieht, wie es sich gehört, auf dem neuesten Stand der Forschung, wobei «Forschung» freilich auf das gesicherte Faktenwissen reduziert bleibt; der Autor enthält sich weitergehender Deutungen und geht auch in den Kapiteln zur Rezeptionsgeschichte auf ältere oder neue Interpretationen nicht ein, bietet also keine Forschungsdiskussion. So lässt die erzwungene Beschränkung auf das Wesentliche gerade die spannenderen Ansätze der Koranforschung unerwähnt. Das Büchlein wird andere einführende Darstellungen, wie das zu einer flüssigen Lektüre geeignetere «Mohammed und der Koran» von Rudi Paret oder Tilman Nagels wesentlich umfangreichere Monographie «Der Koran», kaum ersetzen, könnte jedoch als kleines Kompendium und � so Gott will � auch als Appetizer auf mehr durchaus eine Lücke unter der zunehmenden Zahl von Titeln füllen, die sich anschicken, die islamische Kultur zu vermitteln.
Neue Zürcher Zeitung
Autorenportrait:
Hartmut Bobzin ist Professor für Islamwissenschaft und Semitische Philologie an der Universität Erlangen. Die Koranforschung zählt zu seinen Hauptarbeitsgebieten.